Glitzernder Schnee, klirrend-klare Luft – so schön können Wintertage sein. Vielleicht fragst du dich aber, wie gut dein neues Pferd mit der kalten Jahreszeit zurechtkommt. Schließlich möchtest du auf keinen Fall, dass es ihm nicht gut geht oder es sich am Ende sogar verletzt.
Glücklicherweise versichern uns Experten der Pennsylvania State University in den USA, dass die meisten Nutztiere und damit auch Pferde sich selbst bei kaltem Wetter sehr gut warmhalten können. Wichtig ist jedoch, in den Wintermonaten auf die richtige Pflege unserer Vierbeiner zu achten.
In diesem Artikel erfährst du, wie du im Winter optimal für dein Pferd sorgen kannst, und wann es Zeit ist, einzudecken.
Pferde kommen im Winter ziemlich gut mit Kälte zurecht. Über ihr Fell können sie ihre Körpertemperatur problemlos regulieren, ihre Wohlfühltemperatur liegt im Allgemeinen zwischen 5 °C und 25 °C.
Manche Rassen, wie Islandpferde oder Fjordpferde, sind besonders gut an extreme Winterbedingungen angepasst. Sie haben sich im Laufe der Evolution ideal auf raues Klima eingestellt. Grundsätzlich gilt aber, dass Pferde, die im Sommer menschliche Pflege und Versorgung erhalten, diese auch im Winter benötigen.
Es liegt in unserer Verantwortung als Pferdebesitzer, die Bedürfnisse unserer Pferde zu verstehen und zu erfüllen. Auch wenn sie Kälte gut ertragen können, müssen wir ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit unter allen Bedingungen gewährleisten.
Pferde sind hervorragend in der Lage, kaltes Wetter zu überstehen, weil sie sich angepasst haben. Anders als wir Menschen können sie sich wärmen, indem sie zusätzliches Fettgewebe anlegen. Diese Schicht macht sie winterfest und isoliert sie gegen die Kälte.
Außerdem können Pferde ihren Stoffwechsel durch verschiedene physiologische Vorgänge ankurbeln. Eine clevere Methode zur Wärmeerzeugung ist, Raufutter mithilfe von Bakterien im Dickdarm zu verdauen. Bei diesem Gärungsprozess entsteht viel Wärme, weshalb rohfaserreiche Rationen dem Pferd helfen, sich warmzuhalten.
Außerdem produziert das endokrine System des Pferdes über die Schilddrüse Thyroxin, ein Hormon, das den Stoffwechsel anregt. Dies hilft Pferden, ihre Körperkerntemperatur zu erhalten.
Ab wann also ist es für ein Pferd zu kalt? Auch im Winter solltest du die Gesundheit deines Pferdes genau im Auge behalten. Zwar können Pferde niedrige Temperaturen aushalten, das heißt aber nicht, dass es nie zu kalt für sie wird.
Pferde sind gut in Thermoregulation, das heißt, sie haben Mechanismen, um nach Bedarf Wärme abzugeben oder zu generieren. Dies tun sie durch Anpassung ihres Stoffwechsels, ihres Verhaltens und ihrer Umgebung. So suchen sie Schutz vor Kälte oder Hitze auf, kühlen sich durch Schwitzen und Atmen ab und gewinnen Wärme durch das Futter, das sie aufnehmen.
Pferdebesitzer müssen diese Mechanismen kennen und es ihren Pferden ermöglichen, diese auszuüben und so in verschiedenen Wetterbedingungen gesund zu bleiben und sich wohlzufühlen.


Pferde können verschiedene Symptome zeigen, wenn sie unter kältebedingtem Stress leiden. Diese Anzeichen zu erkennen, hilft dir, dein Pferd angemessen zu unterstützen.
Wenn du eines dieser Symptome bemerkst, solltest du so schnell wie möglich handeln. Das Wohlbefinden und die Gesundheit deines Pferdes stehen immer an erster Stelle.
Wenn die Temperaturen sinken, können Pferde anfälliger für bestimmte Krankheiten werden, wie zum Beispiel:
Bei Auftreten eines dieser Symptome solltest du dich an deinen Tierarzt wenden. Frühzeitiges Eingreifen stellt sicher, dass dein Pferd sich schnell erholt.
Es ist normal, dass Pferde über den Winter etwas an Gewicht verlieren. Auch wenn du das Bedürfnis haben wirst, bedeutet dies nicht, dass du automatisch die Futtermenge erhöhen solltest. Der richtige Zeitpunkt ist hier entscheidend.
Wie viel Gewicht ein Pferd im Winter verliert, hängt davon ab, wie kalt es ist und wie hoch die Energiezufuhr durch das Futter. Wie andere warmblütige Tiere müssen auch Pferde ihren Körper warmhalten, um zu überleben. Wenn die Außentemperatur unter ihre Wohlfühltemperatur fällt, müssen ihre Körper mehr Aufwand betreiben, um Wärme zu erzeugen, was ihren Energiebedarf erhöht.
Für jedes Grad, das die Temperatur unter einen bestimmten Wert fällt, steigt der Energiebedarf des Pferdes um etwa 10 %. Das Füttern von Getreide oder fettreichen Futterkomponenten kann deinem Pferd helfen, mit der Kälte zurechtzukommen.
Ebenso wichtig ist es, dass dein Pferd im Winter genug Wasser aufnimmt. Sehr kaltes Wasser wird in der Regel gemieden, das Hinzufügen von warmem Wasser kann Pferde daher anregen, mehr zu trinken. Gerade bei der Verabreichung von trockenem Futter ist es essenziell, reichlich Wasser zur Verfügung zu stellen.
Überprüfe regelmäßig, ob das Wasser eingefroren ist. Ohne ausreichend Wasser können Pferde ihr Futter nicht richtig verdauen. Dehydrierung kann zu Verdauungsproblemen führen, also achte darauf, dass dein Pferd immer genug trinkt.
Wenn dein Pferd in guter Verfassung ist und über genügend Körperfett verfügt, verträgt es die Kälte gut. Allerdings können Pferdedecken in bestimmten Situationen große Vorteile bringen.
Decken können unerlässlich sein für Pferde mit dünnem Fell oder für geschorene Pferde. Außerdem kann eine kuschelige Decke ein tolles Weihnachtsgeschenk sein!
Generell sollten geschorene Pferde eingedeckt werden, wenn die Temperaturen unter 15 °C fallen oder wenn es regnet und windig ist. Pferde mit normalem Fell sollten ab 5 °C und solche mit dickem Fell ab Temperaturen um die 0 °C eine Decke aufgelegt bekommen.
Bei Kälte, Nässe oder Wind kann man bereits früher eindecken. Ältere Pferde, geschorene oder untergewichtige Pferde benötigen möglicherweise schon bei höheren Temperaturen zusätzlichen Schutz. Nach der Saison solltest du deine Pferdedecke richtig waschen und verstauen, damit sie im nächsten Jahr wieder einsatzbereit ist. Weitere Informationen findest du in unserem ausführlichen Deckenratgeber.


Bei der Auswahl der Decke solltest du das Wetter und die Bedürfnisse deines Pferdes berücksichtigen. Leichte Decken eignen sich für mäßige Kälte, mittelschwere für typisches Winterwetter und schwere Decken für extreme Kälte oder starken Wind.
Wird dein Pferd draußen gehalten, wähle eine wasserdichte Weidedecke, die es trocken hält, da nasses Wetter zu zusätzlichem Wärmeverlust führen kann. Die Decke sollte außerdem atmungsaktiv sein, falls das Pferd einmal schwitzt.
Wenn es früher dunkel wird, ist es wichtig, dass du und dein Pferd gut zu sehen seid; die besten Hi-Vis-Optionen lernst du in unserem Beitrag über reflektierende Ausrüstung für Pferd und Reiter kennen.
Der Winter rückt näher – hat deine Weide einen einsatzbereiten Unterstand? Wer Pferde hält, braucht einen Unterstand, der stabil und geräumig ist und Schutz vor den Elementen bietet. Idealerweise hat er ein Dach und drei Seiten, damit dein Pferd vor schlechtem Wetter geschützt ist und dennoch Zugang zu frischer Luft hat.
Ein gut gepflegter Unterstand sorgt dafür, dass dein Pferd ihn gerne aufsucht und damit effektiv geschützt ist.
Ob und wann du dein Pferd im Winter aufstallst, hängt vom Wetter und dem Allgemeinzustand deines Pferdes ab. Pferde können mit Kälte umgehen, aber bei starkem Regen, Schnee oder kaltem Wind ist es besser, sie in den Stall zu bringen.
Ältere Pferde, geschorene Pferde oder solche mit kurzem Langhaar sind stärker gefährdet und sollten eher früher ins Trockene gebracht werden. Achte darauf, ob dein Pferd Anzeichen von Unwohlsein zeigt, und handle dann entsprechend.
Der Winter kann Herausforderungen wie Schlamm, Regen und Schnee mit sich bringen, welche auch die Haut deines Pferdes angreifen können. Ist das Pferd nass oder mit Schlamm bedeckt, lässt die Schutzwirkung von Haut und Fell nach.
Um dein Pferd in diesen Wetterbedingungen gesund zu halten, ist die richtige Pflege erforderlich.
Mauke und Regenekzem bzw. Regenräude sind häufige Hautprobleme im Winter. Um ihnen vorzubeugen, solltest du Beine und Körper deines Pferdes so trocken wie möglich halten, indem du ihm einen Unterstand bietest und eine wasserdichte Outdoordecke verwendest.
Achte auf Anzeichen von Reizungen oder Infektionen, wie Schorf oder Haarausfall, und versuche schlammige Stellen auf der Weide oder im Paddock zu beseitigen oder zumindest einzugrenzen. Wenn du frühe Symptome umgehend behandelst, kannst du ernstere Probleme am ehesten vermeiden.
Der Winter ist kein Grund, nicht mehr zu reiten. Das Reiten und Trainieren im Winter ist für die Pferdegesundheit sogar unerlässlich.
Das Reiten bei Eis und Glätte kann riskant sein. Vergewissere dich immer, dass der Bereich, in dem du reiten möchtest, keine rutschigen Stellen oder Eis aufweist.
Wenn die Bodenverhältnisse nicht sicher sind, solltest du eventuell nur Bodenarbeit machen oder abwarten, bis sich die Bedingungen verbessern. Alternativ kannst du spezielle Hufeisen oder Hufschuhe verwenden, die besseren Halt auf vereisten Oberflächen bieten.
Bevor du dich in den Sattel schwingst, solltest du prüfen, ob der Sandboden in der Halle oder auf dem Reitplatz vollständig aufgetaut ist. Gefrorener Sand kann hart, uneben oder rutschig sein, was eine Gefahr für Pferd und Reiter darstellt. Auf Außenplätzen droht Gefahr durch Frost oder Eisplatten unter dem Schnee. In der Reithalle können gute Belüftung und ein gepflegter Bodenbelag ein Einfrieren verhindern. Regelmäßiges Auflockern harter Stellen trägt dazu bei, den Reitboden sicher zu halten. Wenn die Bedingungen nicht ideal sind, solltest du besser Bodenarbeit machen oder dein Pferd longieren. Eine gute Tretschicht ermöglicht auch im Winter effektives und sicheres Trainieren.
Um dein Pferd im Winter fit zu halten, solltest du dein Training an das Wetter anpassen. Häufigere, aber kürzere Einheiten sind oft effektiver.
Übungen an der Hand oder das Longieren können helfen, dein Pferd in Form zu halten, selbst wenn die Bedingungen zum Reiten nicht geeignet sind. Wenn du dein Pferd in Bewegung hältst, bleiben seine Fitness und sein allgemeines Wohlbefinden über die Winterzeit erhalten.
Der Winter kann ziemlich ungemütlich werden, insbesondere wenn die Temperaturen in den Keller gehen. Es ist bekannt, dass Pferde von Natur aus widerstandsfähig sind, aber bei extremer Kälte ist zusätzliche Fürsorge erforderlich.
Bei trockenem Wetter ohne Wind können Pferde Temperaturen bis zu -20 °C tolerieren. Wenn sie Zugang zu einem geeigneten Unterstand haben, können sie sogar bis zu -40 °C aushalten. Am wohlsten fühlen sich Pferde jedoch bei Temperaturen zwischen -8 °C und 15 °C, je nach Dicke ihres Fells.
Achte darauf, ob dein Pferd Anzeichen von Unwohlsein zeigt und decke es bei Bedarf mit einer passenden Decke ein oder stelle zusätzlichen Schutz bereit bzw. stalle es auf.
Befreie den Auslauf von Eis und anderen Gefahren, um ein Ausrutschen und Verletzungen zu vermeiden. Das Streuen von Sand oder Kies auf vereiste Stellen kann für besseren Tritt sorgen. Wie oben ausgeführt, solltest du die Heuzufuhr erhöhen, damit dein Pferd durch seine Verdauung Wärme erzeugen kann, besonders wenn kein Gras mehr zur Verfügung steht.
Im Hinblick auf die Hufpflege kann Huffett aufgetragen werden, um das Anhaften von Eis zu reduzieren, oder Hufschuhe eingesetzt werden, für mehr Halt. Die Hufe sollten regelmäßig ausgekratzt werden, um festgetretenen Schnee und Eis zu entfernen. Schließlich sollte dein Pferd immer frisches, nicht gefrorenes Wasser zur Verfügung haben, um den Wasserhaushalt und die allgemeine Gesundheit zu erhalten.
Pferde im Winter fit und gesund zu halten, muss nicht anstrengend sein. Das Ziel ist, dass sich dein Pferd über die gesamte kalte Jahreszeit wohlfühlt – mit Horseware Ireland funktioniert das einfach und zuverlässig.
Unsere hochwertigen Decken und funktionelle Ausrüstung sind speziell entwickelt worden, um deinem Pferd bei jeder Witterung optimalen Schutz zu bieten. Ob Winterkälte oder Sommerhitze, in unserer Kollektion findest du die richtige Ausstattung für die Bedürfnisse deines Pferdes.
Entdecke noch heute unsere Auswahl an Pferdedecken und finde die perfekte Passform und Ausführung, damit sich dein Pferd das ganze Jahr über rundum wohlfühlt.