In der dunklen Jahreszeit kann es zu einer gewissen Herausforderung werden, die Sichtbarkeit und Sicherheit von Pferd und Reiter zu gewährleisten. Sei es, dass wir morgens in den Stall fahren, um im Dunkeln zu füttern, oder dass wir uns nach der Arbeit noch schnell aufs Pferd schwingen und vielleicht sogar einen Ausritt machen, die meiste Zeit verbringen wir bei wenig oder gar keinem Tageslicht. Die Aussichten sind jedoch nicht ausschließlich düster, denn es gibt Möglichkeiten, sich sichtbar zu machen und die Zeit mit den Pferden sicher zu genießen.

Sicherheit beim Ausritt

Wenn du in diesem Winter zu einem Nachmittagsritt aufbrichst, ist das vielleicht nicht der beste Zeitpunkt, um eine neue Route auszuprobieren. Am besten hebst du dir deine Abenteuerlust für die Zeit auf, in der du noch viele Stunden Tageslicht vor dir hast. Halte dich stattdessen an vertraute Strecken, bei denen du weißt, dass du vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück bist. Zusammen ist man nicht nur stark, sondern auch sicher – also versuche, mit einem Freund auszureiten oder gib zumindest jemandem auf dem Hof Bescheid, wann du planst, zurück zu sein. 

Wenn du über den Luxus eines beleuchteten Reitplatzes verfügst, nutze diesen für frühmorgendliche oder abendliche Ritte im Dunkeln. Selbst wenn der Platz nicht beleuchtet ist, stellt eine kurze Reit- oder Longiereinheit in der Dämmerung eine zeitsparende Trainingsmöglichkeit dar und ist sicherer, als bei schlechten Lichtverhältnissen auszureiten. 

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So bleiben du und dein Pferd sichtbar

Warnkleidung und -ausrüstung zu tragen ist das ganze Jahr über eine sinnvolle Idee, aber bei schlechten Lichtverhältnissen besonders wichtig. Die britische Straßenverkehrsordnung empfiehlt, dass Reiter bei Tageslicht helle oder fluoreszierende und bei schlechter Sicht oder in der Nacht reflektierende Kleidung tragen. Am sichersten ist es, nachts oder bei schlechten Sichtverhältnissen gar nicht auf Straßen zu reiten; wenn es unvermeidlich ist, solltest du: 

  • reflektierende Kleidung tragen, 
  • oberhalb der Fesselgelenke deines Pferdes reflektierende Bänder anbringen, 
  • an deinem rechten Arm, Bein oder Reitstiefel ein weißes, nach vorne leuchtendes Licht anbringen, und ein rotes, das nach hinten zeigt, 
  • deinem Pferd einen fluoreszierenden oder reflektierenden Schweifschutz anlegen. 

Fluoreszierend vs Reflektierend: Was ist der Unterschied?

Fluoreszierendes Material absorbiert UV-Licht. Es ist meistens in hellen Farben wie Gelb, Orange und Pink erhältlich. Dass du damit besser gesehen wirst, liegt nicht nur an den bunten Farben, sondern auch daran, dass das Material UV-Strahlen aufnimmt, die es „leuchten“ lassen. Damit dies funktioniert, muss UV-Licht vorhanden sein, weshalb fluoreszierende Kleidung am besten tagsüber und nicht nachts getragen wird. 

Reflektierende Materialien hingegen, der Name lässt es vermuten, werfen das Licht zurück zur Quelle. So wird zum Beispiel das Licht von Scheinwerfern, das auf reflektierende Ausrüstung trifft, zurück zum Fahrer gelenkt, wodurch er dich sehen kann. Bei Tageslicht sind reflektierende Materialien nicht sehr effektiv. Nachts leuchten sie in Kombination mit einer Lichtquelle jedoch sehr hell auf. 

Die Kombination von fluoreszierenden und reflektierenden Materialien hilft dir, bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gut sichtbar zu sein. Die Corrib-Neon-Weste und -Jacke zum Beispiel weisen fluoreszierende Einsätze und reflektierende Streifen auf. Darüber hinaus sind sie auch noch wasserdicht, so dass dir weder Regen noch schlechte Lichtverhältnisse etwas anhaben können! 

Warum sollten Pferde und Reiter Hi-Vis-Ausrüstung tragen?

Auch wenn wir davon träumen, endlos reiten zu können, ohne auch nur ein Auto zu sehen, ist es manchmal unvermeidlich, mit dem Pferd die Straße zu benutzen. Das Tragen von Hi-Vis-Kleidung macht dich für die anderen Verkehrsteilnehmer besser sichtbar, so dass sie rechtzeitig abbremsen können. 

Die British Horse Society fand heraus, dass Reiter, die Warnkleidung tragen, bis zu drei Sekunden früher erkannt werden können. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h verkürzt dies den Bremsweg um die Länge eines Dressurvierecks, was im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen kann. 

Warnkleidung bei Ausritten zu tragen ist immer sinnvoll, auch wenn keine Straßen involviert sind. Sie macht dich für andere Menschen wie Jogger, Radfahrer oder Hundespaziergänger besser sichtbar. Tief fliegende Flugzeuge könnten für dein Pferd ein ungewohntes Geräusch sein; wenn du Hi-Vis-Ausrüstung trägst, kann der Pilot euch früher erkennen und gegebenenfalls ausweichen. 

Und auch wenn niemand gerne darüber nachdenkt, zu stürzen, so ist Warnkleidung auch in diesem Fall hilfreich. Sowohl du als auch dein Pferd sind für die Rettungskräfte damit leichter zu finden. Auch aus diesem Grund sollten du und dein Pferd Hi-Vis-Ausrüstung tragen, damit ihr beide sichtbar bleibt, falls sich eure Wege unbeabsichtigt trennen. 

Was trägt man am besten beim Reiten?

Sowohl du als auch dein Pferd sollten ein Minimum an Hi-Vis-Ausrüstung tragen. Wäge ab, ob du eher bei Tageslicht unterwegs bist, wofür sich fluoreszierendes Material am besten eignet, oder bei Nacht, wo reflektierendes Material am effektivsten ist. Wenn beide Fälle eintreten können, gehst du auf Nummer sicher, indem du beide Materialien kombinierst, zum Beispiel mit der Corrib-Neon-Weste oder -Jacke. 

Um die Sichtbarkeit insgesamt zu erhöhen, kannst du auch beim Rest deiner Bekleidung auf hellere Farben setzen. Das langärmelige Aveen Technical Long Sleeve Top und die Reithose Reflective Riding Tights passen beispielsweise gut zusammen. Wenn es darum geht, gesehen zu werden, ist mehr mehr! Trage also so viel fluoreszierende und reflektierende Kleidung wie möglich. 

Für dein Pferd ist eine Ausreitdecke ideal, da sie eine große Oberfläche hat. Auch wenn Fliegen im Herbst und Winter eher kein Problem darstellen, ist die Amigo® Flyrider dank ihres fluoreszierenden Gewebes und der Reflektorstreifen dennoch eine gute Wahl. Das leichte Design macht sie besonders geeignet für ungeschorene Pferde oder solche, die schnell schwitzen, und ist ideal für Ausritte in der Abend- und Morgendämmerung.

Für regnerische Tage ist die Nierendecke Amigo® Ripstop Competition Sheet genau das Richtige. Sie verfügt über reflektierendes Garn, das in das wasserdichte Außenmaterial eingewebt ist, um die Sichtbarkeit zu erhöhen, und eignet sich somit perfekt für schlechte Lichtverhältnisse. Reflektorstreifen vorne und hinten sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit. Dein Pferd ist aus allen Blickrichtungen gut sichtbar, so dass Autofahrer euch in jeder Situation besser sehen können.

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Sicherheit auf dem Hof

Nicht nur auf dem Pferderücken gilt es, an Sicherheit zu denken. Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, kann es stockdunkel sein, wenn man auf dem Hof ankommt oder ihn verlässt. 

Eine Stirnlampe ist ein nützliches Utensil, das dir die Hände frei lässt für deine verschiedenen Aufgaben. Versuche, wenn möglich deinen Aufenthalt auf dem Hof so zu legen, dass noch jemand anderes da ist. Es ist nicht nur viel netter, beim Füllen der Heunetze oder Ausmisten ein wenig Gesellschaft zu haben, sondern es ist auch Hilfe zur Stelle, falls du einen Unfall haben solltest. Möglicherweise ist dies jedoch nicht immer realisierbar, vor allem, wenn du deine Pferde zu Hause hältst oder einen anderen Zeitplan hast als deine Miteinsteller. Versuche in diesem Fall, die meisten deiner Aufgaben bei Tageslicht zu erledigen, um die Tätigkeiten in der Dunkelheit zu begrenzen. 

Pferde auf der Weide sichtbar machen 

Anstatt in der Dunkelheit über eine schlammige Weide zu stapfen und zu versuchen, dein Pferd zu finden, probiere doch einmal eine reflektierende Weidedecke wie die Rhino® Plus Reflectech Turnout (Ab Herbst online erhältlich). Sie schützt dein Pferd nicht nur vor den Elementen, sondern das reflektierende Garn leuchtet zudem bei schlechten Lichtverhältnissen auf. Dies hilft dir, dein Pferd leichter auf der Weide zu finden und sorgt auch für mehr Sicherheit, wenn du dein Pferd vom und zum Hof führst. Für zusätzliche Sichtbarkeit ist das Fieldsafe-Halfter mit reflektierenden Etiketten ausgestattet – so kann sich dein Pferd im Dunkeln nicht länger hinter dem Unterstand verstecken! 

Denke daran, dass Hi-Vis-Ausstattung sauber sein muss, um zu funktionieren. Wenn du also nach ein paar Galoppreprisen schlammverkrustet vom Ausritt zurückkommst, reinige deine Ausrüstung gemäß der Pflegeanleitung, bevor es das nächste Mal hinaus geht. 

Ob beim Reiten oder auf dem Hof, Sichtbarkeit schützt, so dass du dich wieder auf das schönste Hobby der Welt konzentrieren kannst. 

 

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